Dieter Aumann ist Ehren-Senator

Auszeichnung: Engagement des 70-jährigen Bauunternehmers aus Babenhausen für den Mittelstand gewürdigt

Babenhausen
Dieter Aumann steht seit 44 Jahren an der Spitze des seit mehr als hundert Jahren bestehenden Bau-Unternehmens Aumann in Babenhausen. Für seine Verdienste um den Mittelstand und gewissermaßen für sein Lebenswerk hat ihn das Wirtschaftskomitee Deutschland (WBA) des Bundesverbands zur Förderung der Wirtschaft-Bildung-Arbeit zum Ehrensenator berufen.

aumann-auszeichnungLaut Urkunde darf sich Baumann nun "Senator h.c. - Wirtschafts- und Ehren-Senator des Bundessenats Wirtschaft und Technologie" nennen.

In seiner Laudatio würdigte der Präsident des Bundesverbandes "Wirtschaft und Technologie", Siegfried Auffermann, das Engagement des mittelständischen Unternehmers, der, inzwischen 70 Jahre alt, den Betrieb in dritter Generation führt. Er gibt derzeit 90 Mitarbeitern - überwiegend im Tiefbau -  ein Auskommen.

Auffermann erinnerte an den antiken römischen Senat, der nach dem Wahlspruch zu handeln versuchte: Die Jugend fordern und fördern, die Schwachen stützen. Um diese Selbstverpflichtung gehe es dem Verband.

Problem: Azubis Und diese hat auch bei Dieter Aumann ein großes Gewicht. Derzeit beschäftigt sein Unternehmen drei Auszubildende. Aber die Branche scheint nicht sehr gefragt zu sein bei den jungen Menschen, schließt Aumann aus seinen Erfahrungen. Gerade mal zwei Bewerber habe er im vergangenen Jahr gehabt. Beide habe er einstellen wollen, aber letztlich sei dann doch keiner gekommen.

Siegfried Auffermann ging in seiner Rede auch auf die Mitelstandspolitik ein. "Wir dürfen die starken Schultern nicht länger dadurch schwächen, dass wir sie belasten mit Bürokratisierung, mit Ideologisierung und gelegentlich mit Diffamierung", betonte er. In der Bundesrepublik seien derzeit mehr als 560 000 junge Menschen unter 25 Jahren ohne Beschäftigung. Wären die Rahmenbedingungen des Staates für kleine und mittlere Unternehmen besser, könnten seiner Meinung nach Hunderttausende neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen. Die "staatliche und bürokratische Regulierungswut" sei völlig kontraproduktiv. Auffermann forderte eine intensivere Kooperation zwischen Schule, Universität und Wirtschaft. Unbestritten hinderten die bestehenden Ausbildungsrichtlinien viele Betriebe daran auszubilden. Es sei höchste Zeit, aus dieser Erkenntnis die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, mahnte Auffermann.

Dieter Baumann, der auch in der Industriegemeinschaft Darmstadt-Dieburg aktiv ist, engagiert sich jedoch nicht nur in seiner Branche, sondern auch kulturell.

Aumann-Stiftung

Als seine Firma 1999 ihr 100-jähriges Bestehen feierte, rief der Diplom-Ingenieur die "Aumann-Stiftung" ins Leben. Sie wurde mit einem Kapital von einer Million Mark ausgestattet und hat den Zweck, das soziale, kulturelle und wissenschaftliche Leben und Wirken in der Region zu fördern. Gemeinsam mit dem Stuftungsvorstand, an desen Spitze er steht, berät Aumann über die Zuteilung der verfügbaren Mittel. So wurde unter anderem die Einrichtung einer Info-Einrichtung der Nabu am Schutzgebiet "Reinheimer Teich" mit 10 000 Euro unterstützt. Und auch nach Dieurg ist Geld geflossen: 8000 Euro hat die Aumann-Stiftung in die Restaurierung des Fechenbachschlosses mit Neugestaltung des Museums investiert.

In der Politik wäre da bestimmt großes Aufhebens gemacht worden, fügt Aumann an, der den unternehmerischen Einsatz des Mittelstandes in der Politik nicht ausreichend gewürdigt sieht, was ihm schon einige Sorgen macht.

Inzwischen hat Dieter Aumann neben dem Bauunternehmen noch ein zweites Betriebs-Bein: die "Vepro" -  ein Unternehmen, das eine Recycling-Anlage sowie eine Schwarzdecken-Mischanlage betreibt.

Quelle: http://www.main-netz.de / Michael Prasch vom 11.10.2008

 

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