Das Gayling-Haus im neuen Glanz

Sanierung – Am historischen Gebäude in der Babenhäuser Amtsgasse sind die Gerüste weg – Museum kommt 2013

(Quelle: Echo-Online vom 14. september 2012)

Das Gayling-Haus„Wir kommen gut voran", sagt der Bauunternehmer Dieter Aumann, der eine Mäzenatenrolle übernahm, als er das verfallende stattliche ehemalige Amtshaus in der Amtsgasse aufkaufte und es in eine eigens gegründete Stiftung „Amtsgasse 32" einbrachte. Die Stiftung übernimmt auch die aufwendige, seit einem Jahr andauernde Sanierung und Restaurierung und lässt das Territorial-Museum einrichten. Einbezogen wird dabei der Heimat- und Geschichtsverein, der sich seit seiner Gründung vor rund 30 Jahren ein Museum wünscht.

Über Kosten und Zahlen will Dieter Aumann, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, nicht sprechen, aber über den Stand der Restaurierungsarbeiten am ehemaligen Herrenhaus der Junker von Gayling, das mehr als ein Jahr eine große Baustelle war. Das Fachwerk wurde saniert und teilweise ausgetauscht. Die Gefache zwischen den Balken wurden neu angelegt, die Sandsteinteile abgestrahlt und teils ergänzt, neue Fenster eingebaut. Das gesamte Gebäude, das einst Teil des Regierungssitzes war, sieht wie neu aus.
Im Inneren des Gebäudes gehen die Arbeiten weiter. Bereits installiert ist die technische Ausstattung einschließlich Strom und Heizung. Aumann rechnet damit, dass alle Arbeiten, bei denen die Belange des Denkmalschutzes eingehalten werden, noch in diesem Jahr erledigt werden können.
Im Herbst 2013 soll das Territorial-Museum eingerichtet sein. Das wird nach Aussagen von Dieter Aumann auf drei Ebenen etabliert. Ebenso soll der Keller noch museal genutzt werden. Mit der Planung für die Einrichtung des Museums beschäftigt sich ein Fachbüro aus Karlsruhe.

Sicher ist: Es wird kein herkömmliches Heimatmuseum, obwohl der Heimat- und Geschichtsverein, der das Museum später mitverwalten wird, über einen enormen Fundus an alten Haushalts-, Handwerker- und Bauerngeräten verfügt. Das Museum soll die territorialen Dimensionen beleuchten, wie die Grafen von Hanau-Lichtenberg, die bis ins Elsass hinein regierten, die Geschicke in Babenhausen mitbestimmten.
Insgesamt können etwa 300 Quadratmeter genutzt werden. Das Museum soll unter anderem auch an die Frühgeschichte, an die Rolle des Schlosses, die einstige Residenzstadt, Mittelalter, das kirchliche Leben und die militärische Vergangenheit der Stadt mit Dragonern und Kaserne erinnern. Auch Industrie und Gewerbe werden beleuchtet, darunter zum Beispiel die ehemalige Puppenfabrikation (Cellba).
Das Territorial-Museum wird ergänzt um moderne Medien. Es soll einen Raum für Versammlungen und Wechselausstellungen geben. Laut Aumann sind Fördergelder beantragt. Die Stadt Babenhausen ist in die Stiftung eingebunden, die sich an den laufenden Kosten beteiligen wird.

 

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